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Speyer: Gemeinsamer Austausch zur Zukunft industrieller Arbeitsplätze in Speyer

Auf Einladung von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler haben sich vergangene Woche im Historischen Rathaus Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Betriebsräten, Wirtschaft und Verwaltung zu einem gemeinsamen Austausch über die angekündigten Standortschließungen und den drohenden Stellenabbau bei MANN+HUMMEL und TE Connectivity getroffen.

Teilgenommen haben acht Vertreterinnen und Vertreter der Stadtratsfraktionen, des DGB, der IG Metall, der Betriebsräte, der IHK sowie von PfalzMetall. Ebenfalls anwesend waren die Bundestagsabgeordnete Isabel Mackensen-Geis sowie die Landtagsabgeordneten Michael Wagner und Patrick Kunz. Für die Stadtverwaltung nahmen neben Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler auch Bürgermeister Prof. Dr. Alexander Schubert, Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann, Wirtschaftsförderer Mario Daum sowie Sabrina Albers, Persönliche Referentin der Oberbürgermeisterin, teil.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Auswirkungen der geplanten Entscheidungen auf die betroffenen Beschäftigten, ihre Familien sowie auf den Wirtschafts- und Industriestandort Speyer insgesamt. Zugleich wurden die Herausforderungen diskutiert, vor denen Unternehmen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer derzeit insbesondere in der Automobilzulieferindustrie stehen.

Von Seiten der Arbeitgeberverbände wurde dabei deutlich gemacht, dass es aus ihrer Sicht ein klares bundespolitisches Signal zur Zukunft des Industriestandorts Deutschland brauche. Die aktuellen Entwicklungen seien Ausdruck eines tiefgreifenden Strukturwandels, der viele Unternehmen und Regionen vor große Herausforderungen stelle.

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitnehmerverbände appellierten zugleich an die soziale Verantwortung der Unternehmen gegenüber den Beschäftigten und den Standorten. Gerade profitable Unternehmen müssten ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen gerecht werden, die über viele Jahre zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen hätten.

„Die Verunsicherung unter den Beschäftigten ist groß. Viele Menschen sorgen sich um ihre Zukunft und die ihrer Familien. Deshalb dürfen industrielle Arbeitsplätze in Deutschland nicht leichtfertig aufgegeben werden. Es braucht jetzt Verantwortung auf allen Ebenen, von den Unternehmen ebenso wie von der Bundespolitik“, betonte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

Im Nachgang des Austauschs hat sich die Oberbürgermeisterin in einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz gewandt und ihn zu einem Gespräch mit Beschäftigten, Betriebsräten, Gewerkschaften und Unternehmen eingeladen. Die Einladung umfasst sowohl einen Besuch in Speyer als auch die Möglichkeit eines kurzfristigen Austauschs per Videokonferenz.

Die Stadt Speyer wird den Austausch mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite fortsetzen und sich weiterhin gemeinsam mit den Beteiligten für den Erhalt industrieller Arbeitsplätze am Standort einsetzen.

| Quelle: Stadt Speyer

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